Thirdear – Resilience

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Thirdear – Resilience

„Resilience“ ist der erste Longplayer der Brasilianer „ThirdEar“. Recorded wurde die Scheibe in Eigenproduktion vom neuen Sänger Júlio Miotto. Gemixed und gemastert wurde dann in den schwedischen DugOut Studios vom Produzenten Daniel Bergstrand, der seine fähigen Hände schon an Produktionen von Größen wie „Meshuggah“ und „In Flames“ hatte. Das weckt hohe Erwartungen! Der Fünfer aus Curitiba hat hier eine Platte mit acht abwechslungsreichen Tracks zwischen Nu Metal, Djent und Progressive Metal abgeliefert. Besonders gefallen die abwechslungsreichen Vocals. Hier sind Einflüsse von „Korn“, „Deftones“ oder „Taproot“ nicht von der Hand zu weisen. Melodische Passagen und prog-lastige Chöre werden, mit den im Djent-üblichen, aggressiven Shouts und Growls angereichert. Hinzu kommen, stilvoll eingestreut, gesangliche Tonexperimente ala Jonathan Davis (Korn). Ohne Frage gehört auch der Rest der Truppe um FrontmanMiotto sicher zu den Virtuosen an ihren Instrumenten. Das Wechselspiel zwischen tiefen „in die Fresse“-Djent Sounds und komplexen Harmonien macht schon ordentlich Spaß. Das Arrangement ist insgesamt aber oft so verschachtelt, dass man nur schwer Zugang zum Material findet. Es klingt zeitweise als wären einzelne Parts ohne Zusammenhang lieblos aneinander geklebt worden, um den Anschein musikalischer Progressivität zu erwecken. Sie schaffen es dabei aber nicht immer eine klare, oder zumindest verspielte, Linie erkennen zu lassen, wie es Dream Theater beispielsweise vormachen.

Fazit: Auch wenn es Thirdear durchaus schafft, Atmosphäre zu erzeugen, in die der geneigte Zuhörer gerne und zu leicht eintaucht, wirkt der Erstling insgesamt leider oft gefühllos und steril. Der Prog-Djent-Mix ist dennoch so interessant, dass ich gerne mehr davon hören würde.

Written by: Vince Voltage

ROCKADVISOR

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